Frequently Asked Questions
Einige der häufigsten Anfragen von BürgerInnen möchte ich hier vorab beantworten. Sollten Sie noch andere Fragen, Wünsche oder Anregungen an mich haben, so mailen Sie mir bitte.
Warum sind Sie eigentlich Bezirksvorsteher geworden?
Weil viele Menschen im Bezirk sehr mutig waren und den Neubauer Grünen ihr Vertrauen geschenkt haben, ist die erste Antwort. Und die zweite: weil für mich diese lokale und bodenständige Ebene der Politik enorm herausfordernd ist. Politik wirkt oft abgehoben – das gibt es auf der Bezirksebene nicht. Hier bin ich für Leute da, wir können gemeinsam viel verändern, viel gestalten, der direkte Kontakt geht nie verloren. Es ist lebendig, vielfältig, jeden Tag anders. Die großen Themen wie Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Demokratisierung vermischen sich mit den kleinen. Und das macht mir einfach auch großen Spaß.
Was ist mit Ihrer Trafik?
Die Trafik am Siebensternplatz, die ich von meinem früh verstorbenen Vater übernommen habe, musste ich bei Amtsantritt verkaufen. Tabakmonopol und Unvereinbarkeitsbestimmungen regeln das so.
Warum reden Sie immer von BürgerInnen- beteiligung? Haben Sie keine eigenen Ideen?
Ideen sind in rauen Mengen vorhanden, aber darum geht es nicht. Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass immer mehr Menschen die Zwangsbeglückung der SPÖ (wir wissen eh, was gut für euch ist) und die Obrigkeitsmentalität einer ÖVP (der Chef weiß schon, was gut ist) satt haben. Mein Verständnis von Politik ist ein anderes. Gerade auf der Bezirksebene gibt es ausgezeichnete Möglichkeiten, Menschen direkt in den Entscheidungsprozess miteinzubeziehen.
Demokratie heißt für mich mehr, als alle paar Jahre wählen zu gehen. Der Großteil von dem, was wir in der Bezirksvorstehung tun, wird aus Steuergeldern finanziert. Ist es daher nicht logisch, die Geldgeber so weit wie möglich bei Planung und Entscheidungsfindung einzubinden?
Menschen wollen und sollen über ihr unmittelbares Lebensumfeld selbst entscheiden. Daher BürgerInnenbeteiligung wo immer möglich, beim Parkumbau genauso wie im Rahmen der agenda wien sieben.
Das ist neu in Wien. Entscheidungen schaffen sehr oft Gewinner oder Verlierer. Wir arbeiten damit, dass Menschen gemeinsam sehr oft neue und kreative Lösungen finden, die für alle in Ordnung sind. Ich verspreche nicht, was ich "für" Menschen machen werde. Aber ich zeige, was wir gemeinsam erreichen werden.
Grün, gut und schön, aber warum find ich nie einen Parkplatz?
Es ist nicht ironisch gemeint, wenn ich sage, dass es in Neubau mehr als genug Parkplätze gibt. Allerdings nicht unbedingt auf der Straße, sondern in einer der zahlreichen kleineren oder größeren Garagen. Die Straße wird ganz unterschiedlich genützt – von FußgängerInnen, RadlerInnen, dem öffentlichen Verkehr und natürlich auch von AutofahrerInnen. In Neubau ist viel los.
Ich dachte es ändert sich was, wenn die Grünen kommen. Warum gibt es immer noch so viele Autos in Neubau?
Neubau ist anders – auch in Bezug auf Autos. Wir haben einen der höchsten Anteile von „Haushalten ohne eigenen PKW“ in Wien, sagt die Statistik. Bei uns sind überdurchschnittlich viele Leute anders unterwegs, und wir schauen drauf, dass es dafür auch Platz und Sicherheit gibt. Aber wienweit wächst die Zahl der PKW, und das merken auch wir. Ich kann mir sehr viel vorstellen, um den Durchzugsverkehr durch unseren Bezirk zu minimieren, aber bei den wenigsten Ideen spielt die rote Stadtregierung mit. Die Verlängerung des Parkpickerls auf 22 Uhr hat nicht viel gebracht - vor allem weil am Abend die LokalbesucherInnen bequem per sms die Parkdauer verlängern, unkontrolliert wie lange sie tatsächlich stehen. Statt dessen baut die Stadt Wien fröhlich weiter auf der grünen Wiese, ohne diese Siedlungen vernünftig an das öffentliche Verkehrsnetz anzubinden. Und diesen Verkehr haben wir hier.
Was tun Sie gegen die Hundstrümmerl?
Wer Hund hat, hat auch Verantwortung. Das einzige, das nachhaltig hilft: Sackerl nehmen, Hauferl einfüllen, wegwerfen. Und zwar jeder für sich. Wenn die Stadt dafür zuständig sein sollte, müsste die Hundesteuer ungefähr zwanzig mal so hoch sein wie bisher. Daher: aufheben! Das schont die Nerven der Zweibeiner und hält die anderen Bellos gesund.
Wie erreichen? Abkupfern was geht. Wir lernen von Budapest, Paris und Vancouver. Zuerst eine Kampagne starten, Ausreden abkürzen, und dann direkte Kommunikation. Tja, und das andere Ende der Leine wenn notwendig auch sehr direkt auf die Einhaltung der Gesetze hinweisen. Nähere Infos zur Rechten und Pflichten gibt es übrigens im "Neubauer Hundeknigge".
Wie ist das jetzt mit den Bäumen?
Zugegeben, wie der Wienerwald sieht Neubau immer noch nicht aus. Rund 30 Bäume sind in den letzten Jahren gepflanzt worden – hart umkämpft und immer dort, wo zwischen Wasser-, Strom- und Leitungen noch Platz für Wurzeln ist. Viel mehr werden es wohl auch nicht mehr werden.
Aber: Grün wird Neubau dennoch! Wir machen vorhandene Parks besser nutzbar, ein neuer Park in der Bandgasse wird gerade geplant, für den Umbau des eigenen Innenhofs gibt’s Förderungen.




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