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am 18. November

Parkraumbilanz: Neubaus Wege zur klimafreundlichen Mobilität

Markus Reiter, Dieter Komendera, Max Hoffmann - Garagen-Angebot für BewohnerInnen und Begrünung im öffentlichen Raum

Neubau ist einer der am dichtesten besiedelten Wiener Gemeindebezirke mit einem der niedrigsten Grünanteile Wiens. Dieser Umstand verlangt ein modernes und umfassendes Verkehrs- und Mobilitätskonzept, das nun um ein Stück erweitert wurde. Die durch den Bezirk beauftragte Parkraumbilanz wurde vom Verkehrsplanungsbüro „Komobile“ ausgearbeitet und umfasst Mobilitätsdaten aus dem Zeitraum 2012 bis 2018. Sie ist in Wien die erste ihrer Art.

 „Wir brauchen genaue Daten über den Status Quo der Parkraumsituation, um so eine Basis für weitere Maßnahmen im Verkehrsraum zu schaffen“, so Bezirksvorsteher Mag. Markus Reiter. „Mit der ‚Kühlen Zone Neubau‘ schaffen wir Begegnungszonen, Begrünungen und spürbare Maßnahmen gegen die Klimakrise. Dafür brauchen wir den öffentlichen Raum. Wir wollen den Verkehrsraum zum Lebensraum machen. Die Zukunft der Stellplätze liegt in Garagen und Haltezonen für BewohnerInnen.

Steigende Bevölkerung, sinkender PKW-Bestand. 

Die ausgewerteten Daten zeichnen ein deutliches Bild: Während die Neubauer Bevölkerung seit 2012 um 6,5 Prozent gewachsen ist, geht die Zahl der PKW stetig zurück. Nur mehr knapp jederR vierte NeubauerIn besitzt ein eigenes Auto und in einigen Straßenzügen sind bereits über ein Drittel der VerkehrsteilnehmerInnen mit dem Rad unterwegs. Der Bezirk reagiert auf diese Entwicklung und leistet Pionierarbeit. 

„Es geht um einen neuen Zugang zur klimafreundlichen Mobilität. Egal ob auf dem Fahrrad, mit den Öffis oder zu Fuß“, sagt Bezirksvorsteher Reiter.

Laut Studie stehen am Neubau ungefähr 15.000 Parkplätze im öffentlichen Raum und in Garagen zur Verfügung. Also um 50 Prozent mehr als es der aktuelle PKW-Bestand erfordert. Am Neubau werden in den kommenden Jahren große städtebauliche Projekte umgesetzt, die maßgeblich zu einer Verbesserung von Mobilität und Klima beitragen, aber auch zu Veränderungen im Parkraum führen werden. Neben dem U-Bahn-Bau wird Neubau Stück für Stück zu einer sogenannten kühlen Zone.

 „Mit der Kühlen Zone Neubau schaffen wir begrünten Lebens- statt Verkehrsraum. Um bezirksfremden Verkehr zu reduzieren, arbeiten wir stetig daran, den öffentlichen Verkehr noch weiter zu attraktiveren. Der 13A wird durch die neue Begegnungszone Neubaugasse noch attraktiver, die neue U-Bahn ermöglicht umfassendere Mobilität“, so Reiter. Das ist gut für unser Klima und die Lebensqualität am Neubau insgesamt.

Neu: Garagenpaket und Haltezonen für Neubau

Im Zuge der Vorarbeiten für die neue U-Bahn kam es bereits 2019 zu Veränderungen im öffentlichen Raum. In der Hochphase von Baustellen und Schanigärten sind bis zu 15 Prozent weniger Parkplätze im öffentlichen Raum vorhanden. Als Übergangslösung wurde deshalb in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer ein Garagenpaket ausgearbeitet. 

Mit diesem attraktiven Angebot, sollen die Autos von der Straße in die Garagen wandern, wo es am Neubau ein großes Ressourcenpotential gibt. Das bringt den AutobesitzerInnen auch viele Vorteile“ so Reiter. 

Laut Erhebungen dauert die durchschnittliche Parkplatzsuche ungefähr 20 Minuten. Mit einem fixen Garagenstellplatz spart man Nerven, Zeit und das eigene Auto ist besser vor Wind und Wetter geschützt. Das Paket ist ab 1. Jänner 2020 gültig und umfasst 750 Parkplätze, davon 500 im 7. Bezirk, 50 in angrenzenden Garagen und 200 Nachtparkplätze. Ein eigener Garagenplatz kostet dann maximal 100 Euro pro Monat

Will wollen den ruhenden Verkehr in Garagen bringen und gleichzeitig Haltemöglichkeiten für BewohnerInnen im ganzen Bezirk ausbauen. Gemeinsam mit bestausgebautem öffentlichen Verkehr, Begegnungszonen und begrünten Kühlen Zonen ist das Neubaus Weg zur klimafreundlichen Mobilität“, schließt Reiter.

Video von der Pressekonferenz: hier

Link zum Artikel im Kurier: hier​