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am 2. Mai

Klimaschutzmaßnahmen in Neubau - Jeder Baum zählt!

Isabelle Uhl - In der letzten Bezirksvertretungssitzung haben wir Neubauer Grüne einen Antrag auf finanzielle Unterstützung aus dem Zentralbudget für Baumneupflanzungen gestellt.

Warum?

Bäume zählen mit ihrer temperaturreduzierenden Wirkung zu den nachweislich besten Möglichkeiten der Hitzeinselbildung im urbanen Raum entgegen zu wirken.

„Speziell in urbanen Räumen wie hier in Neubau braucht es konkrete Klimaschutzmaßnahmen. Die Frage wie wir der urbanen Hitzebildung begegnen wollen findet eine recht einfache Antwort: Jeder Baum zählt. Um diese wichtige Maßnahme auch umzusetzen braucht es ein Budget.“

So Isabelle Uhl​​, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Neubau, Vorsitzende der Bezirksvertretung und Finanzausschuss

Der Urban Heat Islands-Strategieplan Wien (2015) und das Fachkonzept ÖR (STEP 2025) sehen daher vor, der zu erwarteten Klimaentwicklung in Wien mit der Schaffung u.a. mit Baumpflanzungen zu begegnen. Zudem wirken Bäume auch gegen Feinstaub, den sie auf den Blattoberflächen binden, sowie als Schadstofffilter und als Lärmdämpfer.

Studien belegen zudem, dass das Risiko für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen im Sommer dort signifikant sinkt, wo ausreichend Grün vorhanden ist. Gerade in Hitzeperioden steigt die Empfindlichkeit gegenüber Schadstoffen. Kinder und beeinträchtigte Personen sind besonders davon betroffen.

Daher ist es unsere Verantwortung, Schutzvorkehrungen gegen die gesundheitlichen Risiken und die steigenden Temperaturen gerade in dichtverbauten Gebieten wie in Neubau zu treffen. Damit wir diese Verantwortung wahrnehmen können, bedarf es eine finanzielle Unterstützung der Bezirke, der diese Aufgabe der Neupflanzungen zukommt. Gerade im dicht verbauten Gebiet sind Baumneupflanzungen oftmals recht kostspielig, denn auf Grund der Vielzahl Einbauten bedarf es teure Schutzverrohrungen. In Summe sind die Kosten aus dem laufenden Budget ohne Unterstützung aus dem Zentralbudget für den Bezirk kaum zu tragen bzw. führt die Geldmittelknappheit zu einem Stillstand bei Baumneupflanzungen. Daher wäre eine Förderung für Baumneupflanzungen im Topf 5b/investive Vorhaben mit 40%iger Rückzahlung sinnvoll (analog der Baumersatzpflanzungen im Topf 5b/investive Vorhaben).

Reinhilde Becker bringt im Standard „Was die Bäume stresst“ auf den Punkt, was das innerstädtisch bedeutet: „Im Strategiepapier wird auch die "Flächenkonkurrenz von Bäumen mit anderen Funktionen und Einrichtungen im öffentlichen Raum" hervorgehoben. Im Kern heißt das: Autos versus Bäume, denn eine Baumscheibe benötigt einen Stellplatz.“. Ja, jeder Baum zählt.

Mehr Informationen gibt es hier: https://derstandard.at/2…/Was-die-Wiener-Stadtbaeume-stresst