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Vernissage: NO MORE FUKUSHIMAS III

Jänner 2015
15
Donnerstag
Ort:
Neubauer Grüne Büro
Hermanngasse 25
1070 Wien
Zeit:
18:30 Uhr

Atomstrom wird nach wie vor als „billige“ und „ CO2 freie“ Alternative zu Strom aus Kohle präsentiert. Auch das atomkraftfreie Österreich ist davon betroffen, denn wenige Kilometer von Österreichs Grenzen entfernt, finden sich die Atomkraftwerke Temelin, Dukovany, Mochovce und Bohunice. Die Ausstellung bebildert die Folgen des letzten großen „Störfalls“ in Fukushima.

Fotografien aus der „No-Go-Zone“ von Shinshu Hida und Atsuko Otsuka gegen das Vergessen der Atomkatastrophe.

Die Veranstaltung entstand in Kooperation zwischen Marcello Farabegoli (www.marcello-farabegoli.net) und der Grünen Galerie 7.

Atsuko Otsuka zur ihren Fotos „Silence in Fukushima“

Anfang 2012 adoptierte ich eine Katze, die nur 4 Kilometer vom zerstörten Nuklearkraftwerk gerettet worden war. Seither machte ich einige Ausflüge in die „No-go- Zone“ begleitet von freiwilligen Tierrettern und der Familie, die ursprünglich die Katze besaß. Ich fotografierte die versteckte Welt innerhalb der Zone und sah das lebendige Gedeihen der Natur ohne menschliches Zutun und das verlorene Leben durch die menschlichen Aktivitäten.

Die Katastrophe von Fukushima wirft viele Fragen auf über unsere eigentliche Rolle auf dieser Welt.

Die ausgestellten Fotografien der Journalistin Atsuko Otsuka sind aus ihrem Buch „Kitty's Journey from Fukushima“ entnommen. Eine Auswahl dieser Fotografien wurde dieses Jahr auf dem Survival Kit Festival in Umea / Schweden ausgestellt (www.survivalkitfestival.se).

Shinshu Hida zu seinen Fotos „Figure of Fukushima“

Ich bin in Miharu-machi in der Präfektur Fukushima geboren und lebe hier als Fotograf. Ursprünglich habe ich mich als professioneller Fotograf auf das Fotografieren von japanischen Handwerkern spezialisiert.

Ich erzähle mit Hilfe von Fotos allen wie sich die Situation hier geändert hat nach dem Unfall in Fukushimas ersten Nuklearkraftwerk. Ich möchte Ihnen die Stimmungen der BewohnerInnen von Fukushima näher bringen. Ich habe die Situation nach dem 3. März 2011 fotografiert, damit sie nicht verblasst. Ich möchte, dass Sie alle die Situation nach dem Unfall deutlich erkennen: Die wild gewordenen Haustiere, die verlassenen Äcker, die vom Tsunami zerstörten Fischereizonen, die wilden Tiere, getötet durch ein Haus, das beim Erdbeben einstürzte, die ruinierte Station der Jo-Ban-Linie. Ein Tsunami und insbesondere eine Atomkatastrophe haben nachhaltige Wirkung. Ich kenne die verlassenen Felder und wollte sie für unsere Erinnerung als Japaner festhalten.

Außerdem bin ich aufgrund der Atomkatastrophe gezwungen, wie etwa 150.00 andere Evakuierte, in engen Übergangs-Häusern zu leben. Ich habe eine Ausstellung und einen Vortrag zusammengestellt und besuche damit verschieden Teile von Japan, damit Sie alle die aktuelle Situation kennenlernen.

Mehr als alles in der Welt wünsche ich mir, dass Fukushima für alle Zukunft Japan und den nächste Generation als Warnung dient. Deshalb habe ich meine Fotos veröffentlicht.

www.hida-fukushima.com

Vernissage: 15. Jänner um 18:30 Uhr
Begrüßung: Thomas Blimlinger, Bezirksvorsteher

Einführung: Marcello Farabegoli, Kurator der Ausstellungsreihe "No more Fukushimas"

Zur aktuellen Lage in Fukushima sprechen: Judith Brandner, Ö1-Journalistin & Publizistin und Jay W. Yamashiro, Psychotherapeutin an der Sigmund Freud Privatuniversität, die beide vor Ort gearbeitet haben.

Die Ausstellung geht von 15.1.2015 bis 26.2.2015

Facebook: https://facebook.com/grune.galeriesieben